Die Gewichtswächter

Mein Problem war eigentlich nie, dass ich mich bei der Nahrungsaufnahme in der Menge vergriffen hätte. Vielmehr neige ich dazu, gehaltvolle Lebensmittel zu lieben.

Ein Croissant mit Butter und Marmelade zum Frühstück, als kleiner Snack zwischendurch eine Handvoll Nüsse und dazu ein paar Weintrauben, zum Mittagessen asiatisches Hähnchen mit Gemüse in Erdnusssoße oder eine Portion Linsen mit einer geräucherten Wurst drin und Spätzle, vor dem Sport drei Esslöffel Müsli in Milch, und nach dem Sport eine Scheibe Toastbrot mit Käse und Tomate….…all das in normalen Mengen, die dürften ja eigentlich kein Übergewicht erzeugen. So dachte ich zumindest mal, aber all diese leckeren Lebensmittel an einem Tag, das läppert sich, wie man so schön sagt und zwar, ohne dass man das Gefühl hat, zu viel gegessen zu haben. Rechnet man sich aber mal die Kalorien zusammen, dann merkt man, dass man sich eigentlich nicht wundern muss, wenn die Frühlings“röllchen“ auch am Körper landen.

Schon im jungen Erwachsenenalter habe ich Diäten gemacht, weil mir das „gute Leben“ gar nicht gut getan hat. Dass ich damit keine dauerhafte Veränderung meines Körpers erreicht habe, muss ich sicher nicht erwähnen. Es ging hoch und runter, hoch und runter, eine richtige Berg- und Talfahrt. Mit 48 Jahren habe ich dann begriffen, dass es keinen Sinn macht, sich immer und immer wieder zu gängeln. Das tut weder dem Körper noch der Seele gut. Ich habe verstanden, dass ich meine Ernährung dauerhaft umstellen muss und zwar so, dass ich sie trotzdem genießen kann.

Zwei Dinge habe ich dann in meinem Leben geändert: ich habe angefangen, ins Fitnessstudio zu gehen und ich habe begonnen, mich nach gesunden, leckeren Rezepten umzusehen und gleichzeitig zu überwachen, was ich den ganzen Tag über zu mir nehme. Das Online-Tool von Weight Watchers hat mir sehr dabei geholfen, meinen Appetit zufrieden zu stellen und gleichzeitig meinen Körper nach und nach gesünder werden zu lassen.

Einen Traumkörper habe ich deswegen trotzdem nicht bekommen, aber es geht mir und meinem Körper um ein vielfaches besser als in der unkontrollierten Zeit. Nächstes Jahr werde ich 60 und ich kann sagen, dass ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten seit gut 12 Jahren im Griff habe. Ich muss nur immer schön dran bleiben. Natürlich gibt’s immer wieder mal kleinere Auszeiten, zum Beispiel im Urlaub, aber es geht lange nicht mehr so viel Auf und Ab wie früher.

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