Ernährungs- und Fitnessprogramme

Das Online-Tool von Weight Watchers ist wirklich Klasse. Die App für iPhone und iPad ist fast perfekt, man kann Lebensmittel auch Scannen und hat die Punkte inklusive erarbeitete Aktivitätspunkte immer im Blick. Schade nur, dass man keine Möglichkeit hat, neben den Punkten auch die Nährstoffverteilung zu sehen. Gerade weil ich viel Krafttraining mache, ist es mir wichtig, dass ich auf einen angemessenen Anteil Eiweiß komme. Nun gibt’s ja noch genug andere Tools (z.B. MyFitnessPal), mit denen man nicht nur Kalorien sondern auch die Nährstoffverteilung in Tortendiagrammen angezeigt bekommt, was ja auch ganz toll ist. Aber doppelte Buchführung ist doof!

Vor ungefähr 14 Monaten bin ich auf das Programm von Sophia Thiel aufmerksam geworden und da dachte ich, das ist toll, das muss ich ausprobieren, eben weil hier die Nährstoffverteilung für Menschen, die Kraftsport machen, im Mittelpunkt steht. Und die Lebensmittel, die gut für Muskelaufbau und Fettverbrennung sind. Durch Fernsehreportagen und Videos bei YouTube bin ich neugierig geworden und habe mich für das Programm angemeldet.

Alles in allem finde ich das Programm gut. Die Aufnahme war völlig komplikationslos, ich habe innerhalb kürzester Zeit Zugriff auf Tools, Ernährungspläne und Videos gehabt und wurde sofort in die Facebook Gruppe aufgenommen. Dass Trainingspläne sowohl für das Fitnessstudio als auch für zu Hause oder draußen zur Verfügung stehen (zwischen denen man sogar wechseln kann), ist perfekt. Dreimal die Woche Sport, das ist kein Hexenwerk. Meistens habe ich sogar mehr gemacht.

Sophias Programm ist in drei Phasen je 4 Wochen aufgeteilt. Die erste Phase beginnt kohlenhydratarm. Das war für mich eine ganz schöne Umstellung und ich war eigentlich permanent müde. In den beiden folgenden Phasen wurde dann die Aufnahme von Kohlenhydraten langsam angehoben, erst nach dem Training, dann auch zu Mittag.

Ich wollte aber auf mein schönes WW-Tool nicht verzichten, schon alleine deshalb, weil ich ja auch immer ein paar Tage vorplane, was wann gegessen und eingekauft werden muss. Also habe ich das, was ich nach Sophias Programm zu mir genommen habe, in mein WW Online-Tool eingetragen und im Großen und Ganzen sah das eigentlich sehr vernünftig aus. Nur bei einigen Rezepten, in denen mit Kokosmilch (die aus den Dosen) und mit Nussmus gekocht wird, habe ich die Punktegrenze ordentlich überschritten.

Damit man 12 Wochen Disziplin durchhalten kann und auch um den Stoffwechsel anzukurbeln, gibt es in Sophias Programm einen Cheat Day, an dem man essen darf, was man möchte (essen heißt, solange bis man satt ist – einige Mädels haben das mit übermäßigem Konsum von Schokolade, Chips und Kuchen interpretiert, was wohl nicht so gut war). Es geht bei dem Cheat Day also eher um den Konsum von Lebensmitteln, die man sonst nicht darf, es geht nicht um die Vernichtung von großen Mengen an Lebensmitteln.

Aber an so einem Cheat Day kann man natürlich trotz gutem Willen entgleisen. So völlig unkontrolliert sollte er wohl eher nicht sein. Mir wäre es da fast lieber gewesen, ein paar Rezepte für den Cheat Day an die Hand zu bekommen. Aber ich verstehe auch, dass es in dem Programm nicht nur um eine 12-wöchige Diät handelt sondern um den Versuch, sich an einen neuen Lebensstil dauerhaft zu gewöhnen. Man muss also lernen, damit umzugehen.

Ein bisschen problematisch ist das Kochen und Zubereiten von vielen Mahlzeiten. Im Programm wird empfohlen, einmal die Woche vorzukochen, aber wenn das nicht ausarten soll, muss man das auf eine vernünftige Anzahl Gerichte beschränken, die man dann eben mehrfach isst. Logischerweise gibt es keine Fertigprodukte.

Bisher habe ich es immer so gehandhabt, dass ich an zwei Tagen für zwei Tage koche und an den restlichen 3 Tagen jeweils frisch koche, also insgesamt 5-mal kochen jede Woche. Dreimal die Woche das gleiche essen, das behagt mir definitiv nicht. Dadurch, dass ich ganztags berufstätig bin und mir mein Essen in der Mittagspause auf der Arbeit in der Mikrowelle warm mache, ist auch leider nicht jedes Gericht geeignet. Und da ja nicht nur die Hauptmahlzeit zubereitet werden muss sondern auch die Oatmeals und Snacks usw. verbringt man doch relativ viel Zeit in der Küche. Für Frauen, die also den ganzen Tag arbeiten gehen und  abends noch Haushalt und Familie versorgen müssen und noch zum Sport gehen, ist das nicht ganz so einfach.

Apropos Sport. Da ich ja kein Einsteiger in Sachen Krafttraining war, ist mir das relativ leicht gefallen. Eine Grundmuskulatur war ja bereits vorhanden so dass sich Muskelkater und Co. im Rahmen gehalten haben. Früher habe ich viele Wiederholungen mit niedrigerem Gewicht gemacht, während Sophias Programm bin ich auf höhere Gewichte mit weniger Wiederholungen umgestiegen. Für Einsteiger, die wie ich auch schon etwas älter sind und hier und da körperlich angegriffen sind wie Arthrose usw. ist das vermutlich nicht so einfach. Da sollte man wirklich die Variante des Trainings im Fitness-Studio wählen und sich von gut ausgebildetem Fachpersonal beraten lassen, welche Übungen eventuell zu Problemen führen könnten.

Alles in allem fand ich das Programm aber trotzdem nicht schlecht. Die ersten 4 Wochen waren hart aber auch die erfolgreichsten. Danach ist es zwar leichter geworden, das Programm zu leben aber auch die Abnahme geringer. Einige Rezepte koche ich auch heute noch regelmäßig, weil sie einfach total lecker waren. Die mit Kokosmilch und Erdnussmuss sind auch superlecker, aber die mache ich heute nur noch selten…..sie sind meiner Meinung nach einfach zu nahrhaft und einmal angefangen, will man mehr.

Im Anschluss an dieses Programm habe ich mich auch für das Hollywood-Fit Programm von bzw. mit Ralf Möller interessiert. Ich habe mich viel über Clean Eating informiert und habe jetzt eine Seite gefunden, die die besten Fitness Rezepte verspricht und ein kleines Sportprogramm dazu anbietet, das ich natürlich ausprobieren werde. Ich werde darüber berichten.

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